Wir auf Twitch

Seit ein paar Tagen arbeiten wir daran, einen Twitch-Kanal für euch zu eröffnen. Ziel ist es, live von der Grünen Wiese zu übertragen, wann immer wir mit unseren Coptern, Drohnen und anderen Geräten in die Luft gehen.

Stay tuned!

Wie fange ich an?

Viele Leute, die ich mit meinen Coptern im Park oder auf dem Spielplatz treffe, haben danach auch den Wunsch nach ’sowas‘. Hier möchte ich versuchen, meine Erfahrungen und Empfehlungen aufzuschreiben. Man sollte sich zuerst klar machen, dass es nicht nur Geld, sondern vor allem auch Zeit kostet. Für den Anfang empfiehlt es sich, einen kleinen und ungefährlichen billigen Copter zu kaufen, mit dem man ‚auf Sicht‘ fliegen lernt. ‚Auf Sicht‘ oder auf Englisch LOS (Line of Sight) bedeutet, das man den Copter von aussen sieht, wie bei Ferngesteuerten Autos. Ich bin davon überzeugt, dass man zuerst das LOS fliegen beherrschen sollte, bevor man mit Videobrille fliegt. Das Fliegen mit Brille heißt FPV. Der Begriff wird hier erklärt.
Sicher gibt es viele Spielzeug-Copter, die dazu in Frage kommen. Ich stelle 3 Möglichkeiten vor:

X5C
Akkus 5x
Lader
Lader mit Netzteil
Sender

Den X5C kann man auch zusammen mit Sender und Akkus kaufen. Aber dann kommt man über 22€ und damit über die Zoll-Freigrenze. Das bedeutet, dass man unter Umständen beim Zoll 19% bezahlen muss. Wenn man die Sachen einzeln kauft, entfällt das. Der Nachteil: man muss warten, bis alle drei Teile angekommen sind. Der X5C macht etwas mehr Krach als der H8mini. Ein weiterer Nachteil: es ist sehr empfindlich gegen Sand. Wer auf dem Spielplatz fliegen möchte, sollte ihn nicht kaufen. Den X5C gibt es auch mit unterschiedlichen Kameras. Aber für den Anfang würde ich auf jede Art von Kamera verzichten. Erst mal normal fliegen lernen… Damit kommen wir zu den Vorteilen: Dieser Copter bewegt sich wie ein Panzer in Honig. Sehr gut für Anfänger. Keine wirklich schnellen Reaktionen nötig. Durch sein geringes Gewicht und durch seine geringe Leistung ist es völlig ungefährlich. Selbst ein Finger im drehenden Propeller ist zwar nicht angenehm, aber absolut unblutig. Das ist nicht bei allen Coptern so! Da kann man auch schon mal ins Krankenhaus zum Nähen fahren. Die Flugzeit beträgt ca. 5 Minuten. Die Lampen lassen einen deutlich die Fluglage erkennen. Mit den Propeller-Schützern kann man auch in der Wohnung fliegen und aus Versehen gegen den Türrahmen fliegen ohne gleich einen Kratzer zu machen. Die Fernsteuerung kann sich natürlich nicht mit einer ausgewachsenen Fernbedienung messen, aber immerhin hat sie ‚richtige‘ Knüppel. Für die ersten 10-30 Stunden in der Luft ist es sicher ausreichend.

H8mini
H8mini mit zusätzlich noch 5 Akkus und ein 5-fach Lader

Hach, wir sind verliebt in dieses kleine Teil. Ich hab sicher schon über sechs Stück davon bestellt und das werden nicht die letzten gewesen sein. Das Ding hat in meinen Augen nur einen Nachteil und das ist die mitgelieferte ‚Fernsteuerung‘. Sie erinnert stark an den Controller einer Spielkonsole. Sie ist sehr klein und es ist schwer, damit feine Figuren zu fliegen. Gerade als Anfänger macht man genau das – etwas vor, etwas zurück… Wenn man etwas fliegen kann, wird es dann richtig cool. Das Teil ist schnell und wendig. Man kann super hin und her sausen. Auch Rennen gegen andere oder gegen die Uhr machen Spaß. Er ist sehr leise, aus 10 Metern Entfernung nur noch schwer zu hören. Die geringe Masse macht ihn vollkommen ungefährlich. Unzählige Male bin ich schon in voller Fahrt gegen mich geflogen, ohne jede Folge. Kaputt bekommt man ihn auch fast nicht. Auch Vollgas gegen den Baum ist kein Problem. Nur die Propeller gehen von Zeit zu Zeit kaputt. Der schlimmste Unfall, den ich mit dem H8mini hatte, waren die langen Haare meine Tochter, die sich um die Rotoren gewickelt haben. Wenn man die Propeller abmacht, ist auch das kein großes Problem. Für unter 15€ kann man mit diesem Copter eigentlich nix falsch machen. Es gibt ihn in schwarz und weiß. Der weiße ist deutlich besser, weil man das Licht der LEDs auch durch das Gehäuse sehen kann, was die Lageerkennung deutlich erleichtert. Die Lage ist im Allgemeinen auch schlechter zu erkennen als beim X5C. Aber ein Problem ist das nicht.

Eachine E010

Kleiner, leichter und leiser Copter, der sehr gut für Anfänger geeignet ist. Dadurch, das die Rotoren vollkommen geschützt sind, stürzt man nicht sofort ab, wenn man mal die Wand berührt. Und auch wenn man gegen den Fernseher fliegt, hinterlässt dieser Copter keine Kratzer. Bei anderen Coptern kann das schon mal vorkommen. Er fliegt sich etwas agiler als der X5C, aber nicht so super wendig wie der H8mini. Zu beachten ist hier noch, dass die Akkus einen anderen Stecker haben als die anderen hier vorgestellten Copter. Das ist nicht weiter schlimm, nur sollte man sich überlegen, welchen Stecker man bevorzugt. Sonst hat man am Ende 10 Akkus von jeder Sorte.

Mode 1 und Mode 2

Der Unterschied zwischen den zwei Modes ist, welche Funktion auf welchem Steuerknüppel liegt. Die mit Abstand häufigste Belegung ist Mode 2. Dabei steuert die linke Hand „hoch,runter“ und „Links/Rechts drehen“ wohingegen die rechte Hand „Vor/zurück“ und „Nach links/rechte verschieben“ steuert. Es gibt insgesamt vier Modi (Mode1-4). Meiner Meinung nach ist es eigentlich egal, an was man sich gewöhnt. Aber Mode 2 hat den Vorteil, dass man  Modelle anderer Leute auch fliegen kann.

Zubehör
Außer dem Copter braucht man in der Regel auch noch weitere Akkus. Diese gibt es leider mit verschiedenen Steckern. Es ist allerdings fast immer möglich, einen anderen Stecker anzulöten. Ich empfehle diesen Stecker hier:

1 Stück
10 Stück
Diesen Stecker findet man sowohl am H8mini als auch am X5C. Vorsicht: Es gibt genau den gleichen Stecker aber mit umgekehrter Polarität! Also bei neuen oder fremden Akkus immer zuerst kontrollieren, ob die roten und schwarzen Kabel richtig herum sind.
Laden muss man die Akkus natürlich auch. Dazu gibt es die einfachen USB Lader. Nervig, immer nur einen Akku laden zu können. Besser und trotzdem sehr billig sind diese grünen 5- oder 6-Fach Lader. Bei alle diesen Ladern gibt es ein Problem, wenn man die Akkus für den H8mini oder den E010 laden will.

Kleiner Exkurs über das Laden von Lipo-Zellen: Jede Zelle hat eine angegebenen Kapazität. Diese wird in Milli-Amper-Stunden, mAh angegeben. Dazu passend gibt es die Einheit C. 1C entspricht der Gesamtkapazität des Akkus. Man sollte nur mit 1C Laden. Wenn also ein Akku 2200 mAh hat, dann sollte man ihn mit 1C, also 2200 MiliAmper laden. Folglich ist er (rechnerisch) nach genau einer Stunde voll. Man könnte diesen Akku auch mit 0,5C Laden, also 1100 mA, und bräuchte dann zwei Stunden. Die kleinen Akkus aus dem H8mini und dem E010 haben 150 mAh. Wenn man sie mit den normalen Ladern auflädt, sind sie nach 20-30 Minuten voll. Also, werden sie mit 2C bis 3C geladen. Das ist zwar noch gerade so ok, verringert die Lebenszeit aber dramatisch. Nach 20 mal aufladen merkt man schon, dass die Flüge immer kürzer werden. Die Lösung zu diesem Problem ist, mit weniger Strom und dafür länger zu laden. Das geht ganz einfach mit einem Lader, bei dem man den Strom einstellen kann. Das ist aber auch die teuerste Lösung. Leider für die meisten auch einzige Lösung. Ein andere Strategie besteht darin, so einen billigen grünen USB Mehrfachlader umzulöten. Dazu muss man leider SMD-Löten können. Wem die Größe 0504 nichts sagt, wird sie leider auch nicht löten können. In der Zukunft wird es einen gesonderten Artikel zum Umbau geben. Auch sollte man die Akkus nicht ganz leer fliegen. Meine Empfehlung: Miss die Zeit in der Luft bis der Akku leer ist. Beim nächsten Mal tausche den Akku schon nach 80% dieser Zeit. Beispiel: Wenn der Copter 5 Minuten in der Luft ist und dann anfängt zu blinken, flieg beim nächsten Mal nur 4 Minuten und tausche den Akku schon, bevor der Copter blinkt.

Lader und Akkus kann man gut zusammen kaufen:
Lader und Akkus
Luxsus-Lader

 

Propeller verliert man auch regelmäßig. Also gleich ein paar mitbestellen:
X5C
H8mini
Eachine E010

Wie und wo lerne ich fliegen?

Wo? Erst mal da, wo viel Platz ist. Wenn man in der Wohnung anfängt, knallt man als ungeübter Pilot nach spätestens 2 Sekunden gegen eine Wand, ohne auch nur die Chance zu haben, richtig zu reagieren. Keine Angst, nach ein paar Flugstunden draussen ist man geübt genug, um bei schlechtem Wetter auch in der Wohnung fliegen zu können. Bei all zu starkem Wind sollte man am Anfang auch nicht fliegen. Je besser man wird, um so mehr Wind kann man aushalten. Zu Beginn sollte man gar nicht erst den Anspruch an sich selber haben, alles auf einmal zu erlernen. Also, beginnen wir mit dem wichtigsten: Höhe. Den Copter in die Mitte eine größeren Fläche stellen und nur den linken Knüppel bedienen. Langsam den linken Knüppel hoch: Die Propeller beginnen sich zu drehen. Noch ein Stück weiter: Der Copter beginnt sich zu bewegen und hebt ab. Jetzt versucht man in einer Höhe von ca. 1 Meter zu schweben. Das macht man, indem man mit dem Knüppel immer etwas hin und her pendelt. Mit der Zeit pendelt man immer langsamer und weniger hoch. Wenn man am Rand seines Flugfeldes angekommen ist, kann man versuchen, sanft zu landen. Das sollte man so 3-10 mal machen. Generell gilt übrigens: Wenn es zu irgend einer ‚Notlage‘ kommt und man nicht weiss, wie man reagieren muss, wenn man kurz davor ist, über den Zaun zu fliegen oder sonst was, der Reflex muss sein: linke Knüppel ganz nach unten! Die Motoren stoppen sofort und der Copter fällt einfach auf den Boden. Dabei geht es so gut wie nie etwas kaputt. Wenn man jetzt also mehr oder wenig die Höhe halten kann, kommt der rechte Knüppel dazu. Versuche jetzt den Copter immer auf einer Stelle zu halten. Wenn er abdriftet, hole ihn zurück. Stehe dabei immer hinter dem Copter, so dass die Schnauzte von Dir weg zeigt. Die meisten Copter haben aus mir unbegreiflichen Gründen meist rote Lichter vorne. Also, sollten die roten Lichter immer von Dir weg zeigen. Wenn der Copter nicht mehr mit dem Schwanz zu Dir zeigt, lande und drehe ihn mit der Hand wieder in die Ausgangsstellung. Mit der Zeit kannst Du vorsichtig mit dem linken Knüppel die Ausrichtung das Copters korrigieren. Wenn Du den Copter sicher vor Dir halten kannst, hast Du das erste Niveau erreicht. Bis jetzt war es so, dass der Copter nach rechts geflogen ist, wenn Du den rechten Knüppel auch nach rechts bewegt hat. Das nächste Niveau hast Du erreicht, wenn Du mit der Schnauze zu Dir fliegen kannst. Jetzt verkehren sich die Richtungen: Wenn Du nach rechts steuerst, fliegt der Copter auch nach rechts und zwar egal wo und wie er im Verhältnis zu Dir steht. Er fliegt also aus Deiner Sicht nach links, obwohl Du nach rechts steuerst. Um das zu üben kann man Achten fliegen. Am Anfang muss man sehr viel nachdenken. Mit der Zeit wird das immer weniger und man macht es ganz ohne denken. So wie das Schalten beim Autofahren. Bis man die Achten halbwegs sicher fliegen kann, braucht man zwischen 2 und 5 Flugstunden, würde ich tippen. Aber auch das ist bei jedem verschieden.

Recht

Die rechtlichen Regelungen und Verordnungen werden sich in Kürze ändern. Wenn es so weit ist, werden wir in einem gesonderten Artikel auf dieses Thema eingehen und ihn hier verlinken. Eine zum Modell passende Versicherrung ist aber sicher jeder Zeit eine gute Idee.

 

Also:

Ich hoffe, eine Menge der Anfängerfragen beantwortet zu haben. Ab und an bin ich etwas in Erzählen abgerutscht. Sorry dafür. Wenn jemandem ein Fehler aufgefallen ist oder wenn ich noch etwas wichtiges vergessen habe, gerne in die Kommentare schreiben. Im nächsten Artikel geht es dann um das Fliegen mit Videobrille.

Guten Flug!

Nur noch unter 100m?

Dobrindt (CSU) hat einen Entwurf vorgelegt, nach dem künftig alle ferngesteuerten Flugmodelle und Drohnen auf der „Grünen Wiese“ nur höchstens 100m hoch fliegen dürften. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

Die neuen Regelungen könnt Ihr hier nachlesen: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/LF/flyer-die-neue-drohnen-verordnung.pdf?__blob=publicationFile

Damit das nicht einfach durchgewunken wird, macht bitte bei dieser Online-Aktion des dmfv.aero mit!

Mail-Aktion

 

H8mini mit FPV, aber richtig

Ich hatte schon vor einiger Zeit versucht, den H8mini mit einer FPV-Kamera auszurüsten. das ist aber auf Grund von zu großem Gewicht gescheitert. Aber jetzt habe ich eine Möglichkeit entdeckt, unter 5 Gramm Zusatzgewicht in die Luft zu kommen. Die Lösung ist eine All-in-One Kamera mit eingebautem 25 Milliwatt Sender. Dieser Sender dar in Deutschland legal betrieben werden. Allerdings ermöglicht der Sender es auch auf Frequenzen zu senden, die ausserhalb der erlaubten Sendefrequenzen liegen. Wir werden diese Thema in Zukunft sicher auch mal besprechen, aber fürs erste reicht es, wenn man sich merkt, das alle Frequenzen des Band B legal sind. So, jetzt noch schnell der Link zu Kamera:

TX01

Das anschließen beschränkt sich darauf, alle schrauben zu lösen, die obere von der unteren Gehäuseschahle zu trennen und die zwei Käbelchen (rot/schwarz) an der Platine anzulöten. Rot ist + und Schwarz ist – . Auf der Platine sind die Punkte mit B+ für das rote Kabel gekenzeichnet und mit B- für das schwarze.

Die Kamera hab ich mit tesa Powerstrips befestigt. Das ist nicht so bomben fest, aber genau darin liegt in meinen Augen der Vorteil. An statt zu brechen, fliegt die Kamera bei einem Absturz weg. Schnell wieder zurückgesetzt und weiter geht’s. Alle paar Flugstunden muss man das Klebeband natürlich austauschen, weil es mit der Zeit immer schlechter klebt.

Die Preise ändern sich zwar dauernd, aber zum jetzigen Zeitpunkt sah es so aus:

H8mini 12€
Kamera TX01 24€

Zusammen 36€. Billiger geht es wohl nicht. Fehlt nur noch eine FPV-Brille und man ist in der Luft. Es ist also möglich, unter 100€ FPV zu betreiben.

C.C#8

Der 8. Copter.Cologne-Stammtisch ist zwar nicht der bestbesuchte, aber er ist der erste, der hier einen Artikel bekommt, während wir noch in der Kneipe sitzen. Das Internet ist überall, bald werden es auch unsere Copter sein! 😉

Neues Glossar

Ab sofort gibt es auf unserer Seite eine Funktion, die Abkürzungen, Fremdwörter, Fachbegriffe und vieles mehr erklären kann. Die Begriffe, die wir in unserer Erklär-Datenbank gespeichert haben, werden in allen Texten wo sie auftauchen hervorgehoben. Fährt man den Mauszeiger über das Wort, öffnet sich eine Sprechblase. Möchte man mehr erfahren, bringt einen ein Klick zum vollständigen Artikel über den Begriff.

Probiert es aus:

Habt Ihr Euch nicht schon immer gefragt, was ein ESC ist oder was der Unterschied zwischen CCPM und CPPM ist?

Was fehlt Euch?

Schreibt uns [fancy_link link=“http://copter.cologne/forum/unsere-projekte/neues-glossar/“]ins Forum[/fancy_link], welche Begriffe Euch fehlen, welche Ihr gerne wissen würdet! Wir versuchen, die Liste und unsere Datenbank immer zu erweitern!

C.C#7

Der 7. Stammtisch war wieder mal sehr gut besucht.

Wie fliege ich legal?

Was muss ich beachten, wenn ich mein ferngesteuertes Fluggerät fliegen lassen möchte?

Hier sollen einige Hinweise gegeben werden, die dabei helfen zu entscheiden, ob es legal ist an dieser oder jener Stelle seine Drohne oder sein ferngesteuertes Flugzeug fliegen zu lassen. Was muss beachtet werden, um legal zu handeln?
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Voraussetzungen

Das muss gegeben sein, bevor ich starte

[fancy_list style=“arrow_list“]

  • Ich muss eine spezielle Haftpflichtversicherung besitzen. Die normale reicht nicht. Am einfachsten ist es, eine solche Haftpflichtversicherung abzuschließen, indem man Mitglied in einem Modellflug-Verein wird, bei der die Versicherung inbegriffen ist. Der DMFV als größter deutscher Dachverband vieler Modellflugvereine bietet auch für Einzelpersonen coole Versicherungsoptionen an. Nützlicher Nebeneffekt: Die Interessen von uns Modellfliegern z.B. gegenüber aktuellen Verkehrspolitischen Entscheidungen werden vom DMFV exzellent vertreten.
    [fancy_link link=“https://www.dmfv.aero/versicherung/versicherungen-fuer-modellflug-einzelmitglieder/“ target=“blank“]DMFV-Versicherungsangebot[/fancy_link]
  • Ich muss mindestens 1,5km vom nächsten Flughafen entfernt sein.
    [fancy_link link=“https://www.dmfv.aero/allgemein/fliegen-in-der-naehe-von-flughaefen/“ target=“blank“]https://www.dmfv.aero/allgemein/fliegen-in-der-naehe-von-flughaefen/[/fancy_link]
    Interaktive Karte dazu:
    [fancy_link link=“https://droneable.openaip.net“ target=“blank“]https://droneable.openaip.net[/fancy_link]
  • Grüne Wiese: Beim Fliegen außerhalb spezieller Modellflugplätze von Vereinen: Das Modell darf nicht schwerer sein als 5kg Quelle?
  • Grüne Wiese: Beim Fliegen außerhalb spezieller Modellflugplätze von Vereinen: Nur Elektro-Antriebe sind erlaubt. Quelle?
  • Man muss das Modell immer mit den bloßen Augen ohne Hilfsmittel wie Ferngläser beobachten und steuern können. Quelle?
  • Für Modelle mit Kamera gelten besondere Regeln!
    [fancy_link link=“https://www.dmfv.aero/recht/modelle-mit-kamera-das-muss-man-wissen/“ target=“blank“]https://www.dmfv.aero/recht/modelle-mit-kamera-das-muss-man-wissen/[/fancy_link]
  • Für gewerbliche Flüge gelten spezielle Regeln. Gewerblich ist ein Flug z.B., wenn damit Geld verdient werden soll, wenn er eine Dienstleitung darstellt oder wenn er im Rahmen der Tätigkeit einer Firma stattfindet. U.a. muss dafür eine andere Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Teilweise muss auch eine Aufstiegserlaubnis für das Modell eingeholt werden.
  • DMFV zum Thema Aufstiegserlaubnis:
    [fancy_link link=“https://www.dmfv.aero/recht/die-aufstiegserlaubnis-fuer-flugmodelle/“ target=“blank“]https://www.dmfv.aero/recht/die-aufstiegserlaubnis-fuer-flugmodelle/[/fancy_link]

[/fancy_list]

[note_box]Wie gesagt: Wenn Euch Fehler auffallen oder weitere Quellen oder Texte, die das Thema behandeln, schreibt uns! Wir werden diesen Text auf dem Laufenden halten.
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[/note_box]

Akkus seriell laden

Wenn man Zeit sparen möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten, zwei oder mehr Akkus gleichzeitig mit einem einzigen Ladegerät zu laden. In diesem Beitrag erklären wir

Serielles Laden

Ihr braucht dazu lediglich Euer normales Ladegerät, zwei Akkus und einen dieser Adapter:

[fancy_link link=“http://www.hobbyking.com/hobbyking/store/uh_viewItem.asp?idProduct=36290&aff=1101193″ target=“blank“]Hobbyking 2x 3S Serial Adaptor[/fancy_link]

Dieser Adapter schaltet die Zellen zweier 3S-Akkus so zusammen, dass das Ladegerät einen einzigen 6S-Akku sieht:

Am Ladegerät stellt Ihr dann das ein:
[fancy_list style=“arrow_list“ variation=“green“]

  • Zellenzahl = Summe aller Zellen beider Akkus zusammengezählt
  • Ladestrom: Immer nur den Ladestrom einstellen, den ein Akku aushält!

[/fancy_list]

Beispiel

2x 3S, 1300mAh, 60C-fähig, 2C Ladestrom möglich

Wenn Ihr diese zwei typischen Miniqual-Akkus gleichzeitig seriell laden wollt, stellt Ihr am Ladegerät ein: 6S, 2,6A.

2x 3S, 3Ah, 20C-fähig, 1C Ladestrom möglich

Für diese beiden Tricopter-Akkus stellt Ihr ein: 6S, 3A.
[one_half]

Falsch

[fancy_list style=“arrow_list“ variation=“red“]

  • Akkus mit verschiedener Zellenanzahl (z.B. 1x 2S plus 1x 4S)
  • Akkus in unterschiedlichem Entladezustand (z.B. einer voll, einer leer)
  • Akkus mit verschiedener Kapazität (dauert extrem lange!)
  • Akkus mit völlig verschiedenen technischen Daten (dauert extrem lange)

[/fancy_list]
[/one_half]

[one_half_last]

Richtig

[fancy_list style=“arrow_list“ variation=“green“]

  • Akkus mit identischer Zellenanzahl (hier z.B. 2x3S)
  • Akkus mit ähnlichem Entladezustand (z.B. 2x 10,3V)
  • Akkus mit gleicher Kapazität (z.B. 2x 1300mAh)
  • Akkus mit ähnlichen technischen Daten (z.B. 60C Entladerate, 2C Laderate)

[/fancy_list]
[/one_half_last]

Kamera-Hex Teil 2: Bau

Projekt Kamera-Hex, Teil 2: Der Bau

Mein Ziel ist es, einen kameratragenden Hexacopter zu bauen, der mit einem Stabilisierung-Gimbal und einem möglichst intelligenten Autopiloten ausgestattet ist. Als Rahmen dafür nehme ich den Talon Hex, weil er schon ewig bei mir rumliegt. Darauf aufbauend habe ich versucht, möglichst gut passende und effiziente Komponenten zusammenzukaufen. Für den Autopiloten fiel die Wahl auf den Pixhawk, weil er wahnsinnig viele Funktionen unterstützt, und weil Hardware sowie Software Open Source sind.

Um die Übersicht zu behalten, gliedere ich dieses Projekt in mehrere Teile:

  • Teil 1 war die Idee und das Vorhaben, sie umzusetzen. Außerdem habe ich in Teil 1 den Antrieb mittels  Ecalc geplant, um die Komponenten bestellen zu können.
  • Dieser Teil 2 beschreibt nun den Bau des eigentlichen Hexacopters, ohne aber ein Gimbal und eine Kamera zu montieren.
  • Teil 3 wird sich mit dem Pixhawk beschäftigen. Was wird wo angeschlossen? Wie wird er programmiert? Welche (Bodenstations-)Software gibt es? 433MHz-MAVLink-Funk, Flight Modes, die Fernsteuerung etc. werden eingestellt.
  • In Teil 4 soll bewiesen werden, dass der Hex tatsächlich fliegt. Der Autopilot soll besser kennengelernt werden. Es soll getestet werden, wieviel Nutzlast getragen werden kann und ob die Berechnungen con Ecalc stimmten.
  • In den folgenden Teilen soll dann beschrieben werden, wie und welches Gibal montiert wird, wie die Kamera befestigt wird etc.

Einkaufszettel

  • Rahmen:
    Talon 625
    ca. €65,–
  • Propeller:
    Hobbyking Karbon 12×5.5
    ca. €9,– für 2 Stück
  • Motoren:
    Quanum 3110 470kv
    ca. €18,– pro Stück
  • ESCs:
    Multistar 20A opto
    ca. €6,50 pro Stück
  • FC:
    Hobbyking Pixhawk
    ca. €110,–
    oder  Banggood Pixhawk
    ca. €53,–
  • Flugakku:
    Turnigy Heavy Duty 5000mAh 6S 60C LiPo
    ca. €68,–
  • Power Distribution Board:
    Tarot Hex PDB
    ca. €2,70
  • Empfänger:
    FrSky X4R SB (von Banggood)
    oder  FrSky X4R SB (von Hobbyking)
    ca. €26,–
  • 433MHz Telemetrie MAVLink:
    Hobbyking Funkmodule
    ca. €33,–

Der Bau

Der Rahmen

Weil ich den Rahmen schon seit einiger Zeit nutzlos hier rumliegen hatte, habe ich ihn mir zuerst nochmal ganz genau angeguckt. Dabei habe ich bemerkt, dass ich ihn damals nur provisorisch zusammengebaut hatte. Alles war schief und krumm. Also habe ich ihn komplett auseinandergenommen. Beim neuerlichen Zusammenbau habe ich diesmal drauf geachtet, dass alle Teile ganz genau sitzen. Zum Beispiel sollten die Motor-Befestigungen genau waagerecht sein. Zwei gegenüberliegende Arme des Rahmens sollten genau eine gerade Linie miteinander bilden. Und bei allen wichtigen Schrauben habe ich diesmal den blauen, mittelfesten Schraubensicherungslack (lock tite) benutzt.

Nach Anleitung in der  Dokumentation  in der Ardupilot-Wiki habe ich auf jeden Arm eine Nummer geklebt und einen Pfeil mit der korrekten Drehrichtung des jeweiligen Motors. Das hilft ungemein beim Testen und man muss nicht immer wieder im Internet nachschauen, welche Reihenfolge die Motoren haben.

Kabel, Stromverteilung, ESCs

Von allen ESCs habe ich die kleinen Bullet Connectors der Stromversorgung abgelötet um sie direkt auf das Tarot Stromverteiler-Board auflöten zu können. Diese recht kleine Platine habe ich mit reichlich Lötzinn verzinnt, damit höhere Ströme problemlos passieren können.

Als Zuleitung dient hier das „Power Module“ des Pixhawk. Während der Strom aus der Batterie durch das Power Module zu dem Verteiler fließt, misst das Modul die Spannung in V und den Strom in A. Außerdem ist in dem Modul ein kleiner BEC eingebaut. Das Power Module wird mit einem sechsadrigen Kabel mit dem Pixhawk verbunden. Somit erhält der Pixhawk dadurch eine Stromversorgung und zusätzlich auch Daten über den Zustand der Batterie.

Zusätzlich habe ich einen 3A-BEC und einen extra XT60-Stecker an das Verteiler-Board gelötet:

Die Motoren

Ebenfalls mit blauem lock tite habe ich die Motoren befestigt, nachdem ich alle Litzen mit den Bullet Connectors versehen habe, die im Lieferumfang der Motoren enthalten waren. Durch die hohlen Arme des Rahmens ergibt sich eine sehr ordentliche Möglichkeit zur Verlegung der Kabel:

Verkabeln und zusammenbauen

Nachdem jetzt also alle Motoren sitzen und die Stromversorgung vorbereitet ist, kann alles zusammengesetzt und die Bodenplatte des Rahmens montiert werden. Es empfiehlt sich sehr, die Servostecker des einzelnen ESCs mit Nummern zu beschriften, die zu denen passen, die man vorher auf die Arme des Rahmens geklebt hat. Sonst weiß man hinterher einfach nicht mehr, was was ist!

Obwohl die ESCs eine längliche Bauform haben, passten sie nicht in die Arme hinein. Der Innendurchmesser der Arme beträgt 11mm, der Außendurchmesser 14mm. Deshalb habe ich sie um die Bodenplatte herum an den Armen angebracht. Das hässliche Hobbyking-Neongrün habe ich mit schwarzem Edding unschädlich gemacht. 😉 Nachdem die Bodenplatte angebracht war und alle Kabelage in dem engen Innenraum verstaut war, habe ich den Pixhawk oben drauf montiert. Die GPS-Antenne wird mit einem hilfreichen, klappbaren Sockel geliefert. Den FrSky X4R-Empfänger habe ich am hinteren Arm befestigt. Das 433MHz-Datenfunk-Modul für die Kommunikation des Pixhawk mit der Bodenstation (Telemetrie und MAVLink) habe ich am vorderen Arm angebracht. Ohne Akku und Propeller kommt mein Kamera-Hex (der ja noch ohne Kamera ist) auf 1,3kg.

Was fehlt jetzt noch?

Propeller

Damit der Hex abheben kann, muss ich jetzt unbedingt sechs der zehn Propeller, die ich bestellt habe, auswuchten. Meine Propeller sind aus Carbon. Das heißt, sie sind sehr leicht, aber auch sehr steif, was wiederum heißt, dass sie Vibrationen viel stärker an den Rahmen weitergeben als z.B. Plastikpropeller. Deshalb ist es hier besonders wichtig, sie sorgfältig auszuwuchten.

Und muss geprüft werden, ob sich alle Motoren in die richtige Richtung drehen. Gegebenenfalls müssen die Anschlüsse zu den ESCs verdolt werden, um das zu erreichen.

Pixhawk

Außerdem muss natürlich der Pixhawk geflasht, programmiert und initialisiert werden. Den Pixhawk hat deshalb auch das nächste Kapitel zum Thema: Teil 3 dieser kleinen Serie widmet sich ihm und der Software, die es für ihn gibt.

Das ganze Projekt:

Alle Hexacopter-Posts